______________________________ ________________________
Wenn
wir unsere Fahrt fortsetzen, kommen wir nach Xaló. Zweifellos hat diese Stadt der Provinz
Alicante einen Charme und eine Attraktivität, die nur schwerlich woanders zu finden sind.
Xaló ist die Kreisstadt des Vall del Pop. Im Norden durchfließt der Jalón oder Gorgos
den Ort. Das Gemeindegebiet hat etwas über 2.000 Einwohner, umfaßt ca. 35 qkm und
befindet sich 180 m über dem Meeresspiegel. Sein mediterranes Klima bewirkt, daß man
heiße Sommer und milde Winter genießen kann.
Abgesehen von der Ebene, in der sich die Stadt befindet, hat das Gebiet im allgemeinen ein
sehr hügeliges Gelände, wobei die Sierra de Bernia (1.128 m), der Penyó de la Mica (506
m), la Sierra del Forner (889 m) und der Castellet (608 m) herausragen.
Die ersten bekannten historischen Daten hinsichtlich dieses Ortes gehen bis ins 16. Jh.
zurück, als die Mauren sich hier niederließen. 1610 wurde das Vall de Xaló von Bauern
aus Mallorca wiederbevölkert. Während des 18. Jh. breitete sich die Bevölkerung weiter
aus. Seit diesen Zeiten hat sich die Stadt zu dem gewandelt, was sie heute darstellt, zu
einem gemütlichen Ort voller Kontraste und Farben.
Wenn man an diesem Ort verweilt,
ist es unumgänglich, die Pfarrkirche Santa María im neoklassizistischen Stil und die
Wallfahrtskapelle Santo Domingo, in deren Innern sich ein kostbares Altarbild befindet, zu
besuchen. Der Reisende kann auch von dort aus Ausflüge in die Sierra de Bernia
durchführen, wo er die Reste einer Burg finden wird, oder zum Coll de Rates, zur Cova de
les Meravelles, die nahe der Ortschaft gelegen ist, oder zur Bassa dels Arcs.
Als wirtschaftlich vorherrschendes Potential ist die Landwirtschaft hervorzuheben, vor
allem die der Trockenkultur, die sich aus dem Wein-, Mandel- und Olivenanbau
zusammensetzt, aus deren Früchten man eine herrliche Brühe, traditionell hergestellte
Rosinen und ein wertvolles Olivenöl erhält.
Hinzuweisen ist auch darauf, daß Xaló eine fröhliche Stadt ist mit Geschäften, die
handwerklich hergestellte Produkte anbieten, mit Weinkellereien, Restaurants und
Einrichtungen, die dem Besucher tausend und eine zufriedenstellende Möglichkeiten
anbieten. Die Ankunft in Xaló bedeutet, einen angenehmen Tag auf dem Lande zu verbringen,
die Natur bestmöglichst zu genießen, gesund und preiswert zu essen und zu trinken und
die typischen und regionalen Produkte kennenzulernen.
Ein Besuch in Xaló bedeutet, diesen
Ort auch durch seine Küche kennenzulernen. Empfehlenswert ist eine Kostprobe seiner
Teigwaren und die mit Mandeln verarbeiteten Süßwaren, von denen die pastissets,
mantecaos, carquinyols, mostachons und vor allem die berühmten Bollos (mit Erbsen
gefüllte Teigtaschen) hervorzuheben sind. Zögern Sie nicht: Wenn Ihr Gaumen nach etwas
Süßem verlangt, werden Sie Spezialitäten jeglicher Art in der Bäckerei Francis finden,
einem seit 1840 bestehenden Familienunternehmen, dessen Mitglieder Fachleute für
selbstgefertigte Teigwaren und Mandelgebäck sind. Dieses Dorf der Marina Alta ist auch
für seine verschiedenen Wurstwaren berühmt, mit Rezepten, die eifrig geschützt wurden
und grundsätzlich auf den bekannten Sorten morcilla, bufas, longanizas und chorizos
basieren. Die Fleischerei Galán stellt die vielfältigen luftgetrockneten
Quälitätsprodukte selbst her. Die Fleischerei Casa Facundo verfügt über eine eigene
Viehzucht.
Der Wein von Xaló genießt in der ganzen Region einen guten Ruf, wobei der herbe Rotwein,
der leichtere Flor und der süße Mistela oder Moscatel-Wein herausragen. Der größte
Teil wird in der Genossenschaft Virgen Pobre hergestellt, die 1951 gegründet
wurde und sich auf der Landstraße Alcalalí - Jalón befindet.
Nachdem man etwas über die Küche des Ortes kennengelernt hat, ist es das Beste, sie
tüchtig auszuprobieren. Dafür muß man sich nur Zeit nehmen und kosten. Es gibt
Restaurants für jeden Geschmack, von denen wir dem Reisenden wegen der guten Zubereitung
das Riu-Rau mit Spezialitäten der regionalen Küche empfehlen.
Zum Schluß sei noch erwähnt,
daß Xaló während des ganzen Jahres verschiedene Feste feiert, die man kennen sollte: la
fiesta del Romero, das am letzten Samstag im April stattfindet, Moros und Cristianos am
letzten Sonntag im Juli, die Patronatsfeste zu Ehren des Santo Domingo Guzmán am 4.
August, Cantos a la Virgen Pobre am zweiten Samstag im August und die Patronatsfeste zu
Ehren der Virgen Pobre am dritten Montag im Oktober.
Jeden Samstag gibt es einen Antik- und Flohmarkt der beliebteste von La Marina-und jeden
Dienstag Markt auf dem Dorfplatz.
|