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Kreisstadt der Marina
Alta
GEOGRAPHISCHE
DATEN UND STRAßENVERBINDUNGEN
Dénia liegt im
Südosten der iberischen Halbinsel, wobei das nahe Cabo de San Antonio der
nächstliegendste Punkt der Halbinsel zu den Balearen ist. Die Stadt befindet sich in
einem natürlichen Hafen zwischen dem Faltengebirge Montgó (753 m Höhe) und am Fuße
eines Hügels, der von einer sehr alten Burg gekrönt wird. Der Hafen teilt zwei
Küstenarten: die im Norden, Les Marines genannt, mit Sandstrand und seichtem
Gewässer sowie vereinzelten Stränden, deren Flußsteine an den Mündungen kleiner Bäche
angeschwemmt wurden; und die im Süden, Les Rotes, ein felsiger Strand, der am
Beginn des Cabo de San Antonio zur Steilküste mit kleinen Buchten und kalten Wassern
wird, welche durch die Filtration der Süßwasserquellen entstehen, die vom Montgó
stammen. Hier herrscht ein privilegiertes Klima, typisch mediterran, mit einer jährlichen
Durchschnittstemperatur von 18 Grad Celsius, Niederschlägen von 500 mm2/Jahr und einer
Sonneneinwirkung von 2.500 Stunden im Jahr. Die Straßenverbindungen sind gut
(Nationalstaße 332 und Autobahn A-7). Dénia ist jeweils 95 km von den Städten Alicante
und Valencia entfernt, die beide über einen internationalen Flughafen verfügen.
Weiterhin gibt es einen malerischen Zug, den Trenet de la Marina, der bis Alicante fährt,
und tägliche Schiffsverbindungen zur Insel Ibiza. Letztendlich gehört Dénia gemäß der
politischen Einteilung des spanischen Staates zur Comunidad Valenciana innerhalb der
Provinz Alicante.
GESCHICHTE
Die
Entstehung Dénias verliert sich im Dunkeln der Zeit. Iberische Siedlungen,
phönizische Spuren... Durch die geographischen Berichte der alten Historiker wie
Estrabón scheint es sicher, daß Dénia die antike griechische Kolonie Hemeroskopeion
war, die später von den Römern Dianium genannt wurde. Ihre beneidenswerte geographischen
Situation und ihre Entwicklung brachten es mit sich, daß sie sich voll in das Geschehen
der spanischen Geschichte einbezogen sah. Nach dem Einbruch der Barbaren (in welcher sie
Bischofssitz und Marinebasis der byzantinischen Flotte war) erreichte Dénia zweifellos
seinen Höhepunkt mit den politischen Ereignissen und vor allem mit einer großen
kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung unter der arabischen Herrschaft, in welcher
sie Hauptstadt des Königreiches Taifa von Dénia wurde. Die Conquista von Jaime I.
brachte eine nicht so gute Zeit mit sich, die mit der Thronbesteigung Philipp III. endete.
Sein Premierminister, der 5. Markgraf von Dénia und Graf von Lerma (Don Francisco Gómez
de Sandoval y Rojas), der, abgesehen von seiner exzessiven Herrschsucht, sehr
heimatliebend war, erhielt vom König für Dénia die Ernennung zur Stadt. Da er so
begeistert von Dénia war, überzeugte er den König davon, daß dieser seine Hochzeit
hier feierte (8. Februar 1559). Natürlich berührt uns die Maurenvertreibung, bei der er
entscheidend mitwirkte, trotz seiner sonst ausgeglichenen Wirkungsweise, negativ. Der
totale Niedergang kam mit den Erbfolge- und Unabhängigkeitskriegen, der bis zum Anfang
dieses Jahrhunderts dauerte. (Weiterführende Literatur zu dem Thema: Historia de Dénia
von Roque Chabás und das Werk des unvergeßlichen Emilio Oliver Sanz de Bremond mit dem
gleichen Titel).
WIRTSCHAFT
Seit ewigen Zeiten wußte die Bevölkerung sich den wirtschaftlichen
Änderungen, die sich im Laufe der Geschichte ereigneten, anzupassen, indem sie die
Gegebenheiten der Natur maximal ausnutzte. Als die Landwirtschaft die alleinige
Erwerbsquelle darstellte, erreichte man die Herstellung der besten Rosinen, die man je
kannte. Als die Reblausplage kam, während man die Weinstöcke neu pflanzte, wich man
zwischenzeitlich auf die Spielzeugindustrie aus. Die Zeiten ändern sich und der Geschmack
auch. Es folgte die Ära des Tourismus, der man sich mit Intelligenz widmet, denn man wird
- trotz vielerlei Interessen - den herrlichen Naturpark des Montgó erhalten, der eine
größere Vielfalt der Flora besitzt als ganz Großbritannien. Zweifellos wird der Park
größere Attraktivität angesichts des Aufschwungs, den der sogenannte Öko-Tourismus zur
Zeit erfährt, erreichen, wenn Sofortmaßnahmen zur Aufforstung und zur Aussetzung der
ursprünglichen Tierwelt ergriffen werden. Es gibt etwas, das sich im Laufe der Geschichte
nicht geändert hat und dem man jetzt gerade einen neuen Impuls gibt: Dénia ist vor allem
ein Seehafen: von hier laufen ferrys mit einer eindrucksvollen Anzahl von
Reisenden und Waren nach Ibiza aus. Dénia ist ein Fischereihafen. Es werden verschiedene
Fischereigeräte verwendet. In der valencianischen Region sind die roten Crevetten
von Dénia berühmt - und sehr teuer -. Außerdem erfreut sich die Fischbörse
wachsender Geschäftigkeit.
KULTUR
Dénia hat
sich ständig mit der Wissenschaft und Kultur des Landes Valencia auf höchster Ebene
beschäftigt. Schriftsteller, Dichter, Musiker, Maler, Ärzte..., viele unter ihnen wurden
und werden über die Grenzen hinaus berühmt. Die Mehrheit von ihnen ist aus Dénia
gebürtig, einige wenige sind adoptierte Söhne Dénias und fühlen sich
gewöhnlich noch enger mit der Stadt verbunden. Kulturelle Aktivitäten jeglicher Art
finden das ganze Jahr über statt: Konzerte, Theater, Vorträge und Ausstellungen. Die
Stadt verfügt über einige exzellente Schulzentren des mittleren und höheren
Bildungswesens, eine Berufsfachschule und die Nationale Fernuniversität. Die Existenz des
Musikkonservatoriums spricht für die große Liebe Dénias und seiner Umgebung für diese
Kunstart. Weitere Zentren sind die Tanzschule, die Musikakademie Manuel Lattur und die
Gemeindebibliothek.
TYPISCHE
SEHENSWÜRDIGKEITEN DER STADT
Die Stadtteile Les Roques und Baix la Mar haben sich in diesem
Jahrhundert praktisch nicht verändert. Enge Gäßchen führen von der Burg hinunter bis
zum Hafen. Weitere typische Straßen sind El Carrer Major und die besonders zu erwähnende
Marqués de Campo. Diese Straße gleicht keiner anderen. Sie führt durch einen Tunnel
voller Bäume, der den Platz La Glorieta teilt, bis zum Meer. Für die Bewohner Dénias
ist sie das Prunkstück der Stadt. Wenige verlassen Dénia und noch weniger kehren nie
mehr zurück oder widerstehen der Anziehungskraft dieser Straße. Weitere Stätten von
Interesse sind die Burg, die arabische Spuren beherbergt, der Gerro-Turm, die
Einsiedlerkapellen San Juan (14. Jh.) und Santa Paula (15. Jh.), die Kirche Convento de
las Augustinas, das Rathaus, la Casita del Pare Pere, die Cueva del Agua (Wasserhöhle),
das archäologische und das ethnologische Museum.
SPORT UND FREIZEIT
Früher dienten die
Winde der Zone (llebeig und garbí) den Bewohnern nur zur Vertreibung schlechter Gedanken.
Heute sind sie außerdem wichtiger Bestandteil des Wassersports wie Segeln (der
Vizemeister der Umsegelung von Spanien kommt aus Dénia) und Windsurf. Bis aus der Stadt
Valencia kommen die Sportler in Schwärmen, um den Brettersport zu praktizieren. Dénia
hat sowohl einen Yacht-Club (Club Náutico de Dénia) als auch einen Sporthafen (Marina de
Dénia), einen Tennisverein, Möglichkeiten für Golf, Fußball, Basketball, Volleyball,
einen Automobil-Club, den Motoclub Dénia, Angebote für Schach, Darts, und
Unterwassersport. Nachts findet Dénia la nuit statt (Topstimmung). Für die
Gemütlicheren sind die Abende und Nächte auf der Campos-Straße bei einer horchata de
chufa (Erdmandelmilchgetränk) oder einem Spaziergang an der Mole, wo man ausgiebig das
Mittelmeer genießen kann, zu empfehlen. Begeisterte Golfspieler können diesem Sport
unweit von Dénia nachgehen. Im Gemeindegebiet von Oliva befinden sich die größten
Golfplätze Spaniens, einschließlich einem Hotelkomplex mit hohem Niveau, dem Oliva Nova
Golf Beach & Golf Hotel****. Dort können Sie - 90 Kilometer von Valencia und 100 von
Alicante entfernt -, unmittelbar an den Golfplätzen und am Strand und umsäumt von
natürlichen Dünenlandschaften, Ihren Aufenthalt in komfortablen Suiten oder in áticos
mit privatem Schwimmbad in gepflegter Atmosphäre genießen. Der Komplex mit großem
Schwimmbad ist von einer ausgedehnten Parkanlage umgeben. Bei der Anlegung des Oliva Nova
Golf durch Severiano Ballesteros wurden zwei Gesichtspunkte besonders berücksichtigt:
Erstens sollten die Golfplätze wettbewerbsfähig, modern, aufsehenerregend und attraktiv
sein und zweitens sollte die Konstruktion mit der Natur im Einklang stehen. Das Ziel, den
Besucher vollkommen zufriedenzustellen, ist mit Sicherheit erreicht worden. Kommen Sie und
besuchen Sie den Oliva Nova Golf Beach & Golf Hotel Komplex, um festzustellen, wie
breit gefächert die Freizeitmöglichkeiten sind, die dort geboten werden.
BERÜHMTE BESUCHER DER STADT
Im Laufe der Geschichte wurde die Stadt
Dénia von einer Vielzahl bekannter Persönlichkeiten besucht: Sertorio (berühmter
römischer Feldherr), die Emire Abderrahman I. und Abderrahman III. San Vicente Ferrer,
San Francisco de Borja, Miguel de Cervantes... König Philipp III. besuchte sie dreimal
mit seinem gesamten Hofstaat - einmal einen ganzen Monat lang. Beim Abschied schien es,
als wäre er sehr enttäuscht, da er so begeistert vom Thunfischfang war. Man konnte ihn
nur schwer davon überzeugen, daß er in Valencia und nicht in Dénia Hof halten mußte.
Jedesmal, wenn er den unvergleichlich schönen Tagesanbruch über dem Mittelmeer sah oder
den Mond von der Burg aus, nur eine Handspanne vom Meer entfernt, könnte er wohl die
Vorstellung gehabt haben, Dénia zur Hauptstadt des Königreiches zu machen. Der Markgraf
von Dénia und Herzog von Lerma war nicht nur sein Gastgeber sondern auch sein
Dolmetscher. Diese letzte Information stammt aus einer Veröffentlichung aus dem Jahre
1586, Memoria de les invenciones pera la entrada del don Phelip: Ich übersende
Ihrer Majestät einen Bericht über den Beschluß der Stadt Valencia für den feierlichen
Einzug, obwohl in valencianischer Sprache geschrieben, denn als Dolmetscher wird Euch der
Marqués von Dénia dienen können. Weitere Besucher dieser Stadt waren Lópe de
Vega, Mariana de Austria - zukünftige Gemahlin Philipp des IV. -, Margarita de Austria -
Tochter Philipp IV. -, der Erzherzog Carlos -Thronanwärter Spaniens -, König Alfonso
XIII. Vicente Blasco Ibàñez - der sich so in unsere Stadt verliebte, daß er sie in
seiner Novelle Mare Nostrum unsterblich machte-, Ihre Majestäten, die Könige Juan Carlos
I. und Sofía, die Herzöge von Soria... und Tausende von Touristen, die uns jedes Jahr
besuchen.
SÜDLICHE
KÜSTENGEBIET
Diese Route ist wegen
der interessanten Steilküsten sehr abwechslungsreich. Wenn möglich, geben Sie sich nicht
mit dem Besuch nur einer Steilküste zufrieden. Wenn Sie sie nämlich nur mit dem Schiff
fahren - ein unvergeßlicher Eindruck -, werden Sie einige unglaublich schöne Ausblicke
verpassen, die man nur vom Land aus haben kann. Unsere Fahrt führt uns über die ganze
Landstraße von Les Rotes bis zu ihrem Ende. Dort befinden sich einige interessante
Punkte: La Cala, el Portet, les Arenetes - wo der Felsen die Hand des Nereus (Vater der
Nereiden) hervorragen läßt - und la Torre del Gerro. El Aigua Dolc ist eine
phantastische Bucht, wo das Wasser klar und transparent erscheint. Hier ist wegen seiner
Unwegsamkeit der Nudismus erlaubt. Der Gerro-Turm, ein Wachturm aus dem 17. Jh., gehörte
zu einem gut durchdachten Verteidigungssystem gegen die Piraten dieser Zeit. Über einen
Pfad erreichen wir nach etwa 30 Minuten die Tallada-Höhle am Fuße der Steilküste. Es
handelt sich um eine künstliche Grotte, aus der man rohes Gestein herausschaffte. Sie
wurde von Philipp III. besucht, als er seinem geliebten Angelsport nachging. Seit das
Gebiet zum Naturreservat erklärt wurde, ist das Fischen dort verboten. Wir kehren am
Ortsausgang von Les Rotes auf die Landstraße zurück und gelangen zur Straßenkreuzung,
die nach Jávea führt. Wir nehmen diese Straße bis zur Abzweigung in Richtung des
Leuchtturms am Cabo de San Antonio. Dort angekommen, wetteifern eine Reihe von schönen
Ausblicken vor uns. Nehmen Sie sich für jeden von ihnen ausreichend Zeit und lassen Sie
sich nicht von all dieser Schönheit aus der Fassung bringen. Zu Ihrer Linken finden Sie
den Golf von Valencia, wobei man die Berge von Cullera und Sagunto deutlich unterscheiden
kann. Gegenüber sehen Sie an klaren Tagen die Insel Ibiza. Rechts befindet sich die
unvergleichliche Bucht von Jávea, die mit dem Kap San Martín abschließt. Unten sehen
sie die ganze Schönheit des Mare Nostrum, das Meer der Nereiden. Nach einer Ruhepause
fahren wir die Landstraße bis zur königlichen Stadt Jávea hinunter, der Schwester von
Dénia. Sie sollten wissen, daß wegen uns, der gesamten Menschheit, diese beiden
Schwestern fast 400 Jahre Rücken an Rücken leben - wegen eines kleinen Streites: Wo hat
der Montgó seine Vorderseite? Jávea hat, unter anderen interessanten Stätten, die
Kirche, ein altes Bollwerk der Festung, die Ende des 15. Jh. im gotischen Stil erbaut
wurde. Von Jávea fahren wir zum Leuchtturm am Cabo de la Nao und zur Punta de Ambolo.
Dort sehen wir die Bucht von Ambolo - ein weiterer Nudistenort - die Isleta del
Descubridor und, wie etwas aus einer anderen Welt, die Landschaft, die sich bis zur Punta
de Moraira und den Peñon de Ifach ausdehnt. Wir kehren nach Jávea zurück und erreichen
über die Landstraße von Benitachell nach Moraira ein altes Fischerhaus, das heute ein
beispielhaftes und beliebtes Touristenzentrum erster Ordnung darstellt. Einen Katzensprung
entfernt liegt Calpe mit seinem berühmten Peñon. Auf dem Rückweg sehen wir den Montgó
von seiner Rückseite.
Naturpark Montgó
ALLGEMEINES
Durch Dekret der Regierung der Generalitat
Valenciana vom 16. März 1987 wurde der Montgó zum Naturpark erklärt, der im
Gemeindegebiet von Dénia und Jávea eine Ausdehnung von 2.150 ha erreicht.
Ziel dieses Parkes ist der Schutz der Vegetation und Fauna sowie seine Erhaltung und die
Entwicklung archäologischer und kultureller Aspekte. So wird diese wunderbare natürliche
Landschaft zum Wohle der Bewohner von Dénia und Jávea vor der ständig wachsenden
Urbanisierung geschützt und trägt außerdem zur stärkeren Entwicklung des Tourismus in
dieser Gegend bei.
Der Gipfel des Montgó befindet sich 753 m über dem Meeresspiegel. Der Dichter Vicente
Blasco Ibáñez vergleicht ihn in seiner Novelle Mare Nostrum mit der Hand eines Riesen:
Diese Erinnerungen ließen seinen Blick wieder zu einer gewaltigen Masse schweifen,
die ins Meer rückte, sich durch die Entfernung bläulich färbte, scheinbar abgetrennt
vom Festland wie eine riesige Insel. Es war das Vorgebirge, gekrönt durch den Montgó,
das große Vorgebirge Ferrario der alten Geographen, der herausragendste Punkt der
iberischen Halbinsel im südlichen Mittelmeer, der im Süden den Golf von Valencia
abschließt. Er hatte die Form einer Hand, deren Finger Berge waren; aber ihr fehlte der
Daumen. Die anderen vier Finger hingen über den Wellen und bildeten die Kaps von San
Antonio, San Martín, La Nao und Moraira.
Die Informationsbüros des Parks befinden sich in der Finca Torrequemada des
Gemeindebezirks von Dénia. Es gibt einige interessante Prospekte über alles Wissenswerte
dieses Parks. Tel. 96 642 32 05.
FLORA UND FAUNA
Es existieren über 600
Pflanzenarten. Hervorzuheben ist, daß in unmittelbarer Nähe der Steilküsten des Kaps
von San Antonio trotz des Salzgehaltes dieser Gegend, der durch die Einwirkung des
Meerwassers entsteht, der Seefenchel und das Immergrün wachsen. Etwas weiter von dort
entfernt kommt das valencianische Felsenveilchen vor. In Les Planes und den Gipfeln des
Montgó wachsen Kermeseichenwälder (die sich aus Kermeseichen, Mastixsträuchern,
Rosmarin, immergrünem Wegedorn und Stachelginster (zusammensetzen), schwarze Zistrose,
Schwarzfichte u.a. In den steilen Felswänden auf der Schattenseite gibt es Kolonien von
Arenaria, Felsenskabiose, Sanguisorba ancistroides, Sarcocapnos saetabensis, Sabina negra
und Zwergpalmen. Wo sich die alte Kolonie befand - Ende des vorigen Jahrhunderts -, findet
man noch Johannisbrot-, Mandel-, Oliven- und Feigenbäume sowie Weinreben.
Die Tierwelt ist eng mit der Vegetation der Gegend verbunden; nicht zu vergessen die
Seevögel wie die verschiedenen Möwenarten, die an der Steilküste leben. In den Klippen
findet man Raben- und Raubvögel: den Adler (aguila perdicera), den allgemeinen
Turmfalken, Falken (halcón peregrino) und ein Königsuhupärchen. In den
Kermeseichenwäldern leben Säugetiere wie der Siebenschläfer, die Landratte, das
Kaninchen, der Dachs, die Gineta, der Fuchs und das Wiesel. In der Benimaquia-Höhle
befindet sich eine wichtige Fledermauskolonie. Unter den Reptilien heben wir die
allgemeine Mauereidechse und Schlangen (Culebra de herradura und die iberische
Erdschleiche) hervor.
KULTURELLE ASPEKTE
UND INTERESSANTE
STÄTTEN
Es
ist bekannt, daß der Montgó seit der Jungsteinzeit immer von Menschen bewohnt gewesen
war. Dies zeigen die Funde der Ampla-Höhle und der Höhle von lAigua. Außerdem gab
es iberische Siedlungen, deren hochinteressante Ruinen sich am Punta de Benimaquia und dem
Pico del Aguila befinden. Einige interessante Stätten müssen hervorgehoben werden, wie
die Höhlen von lAigua und Camell und der Berggipfel. Um die lAiga-Höhle zu
besuchen, gehen wir den Camí de la Colonia hoch, bis wir den barranco (Bach-Tal)
erreichen. Rechts von uns gibt es einen Pfad, der zickzackförmig aufwärts geht und uns
unmittelbarzur Höhle führt, wo wir durch eine Art Treppe in die Höhle eintreten. Man
sagt, daß diese Höhle zur Zeit der Römer Dénia mit Wasser versorgte. Hier wurde
iberische, römische und arabische Keramik gefunden. Wir sehen eine römische Inschrift
der Soldaten der VII. Legion Gemina aus dem Jahre 238 n.Chr. Von hier aus haben wir eine
herrliche Sicht. Wenn wir den ganzen Camí de la Colonia auf einem engen Pfad
durchwandern, gelangen wir zur Camell-Höhle. Die Höhle ist nur eine Ausrede, um eine der
hübschesten Plätze des Parkes zu durchwandern. Wenn wir bis zum Gipfel des Montgó
steigen möchten, sollten wir einen sehr klaren Tag wählen und früh losgehen. Wir gehen
mit passendem Schuhwerk und mit Wasser und Lebensmitteln versehen. Der ganze Ausflug
dauert etwa vier Stunden. Über den Camí de la Colonia steigen wir zu unserer Rechten zum
Racó del Bou hinauf. Von hier aus, über einen Pfad, beginnen wir den Aufstieg. Dieser
schmale Weg bringt uns bis la Creueta in 753 m Höhe, wo wir einen herrlichen
Panoramablick geboten bekommen: el Peñon de Ifach, Sierras de Bernia und Aitana, der
ganze Golf von Valencia bis Oropesa und Ibiza.
GASTRONOMIE
Dénia sollte man auch über seine Küche kennenlernen.
Vielseitig sind die traditionellen Gerichte, die der Besucher probieren sollte. Da die
Aufzählung jedoch unendlich werden würde, empfehlen wir nur einige der bekanntesten
Gerichte: Arroz a banda (Reis in Fischbrühe gekocht), llandeta (gedünsteter Fisch mit
Kartoffeln, Paprika und Tomate), Seeigel (roh genossen), rote Crevetten mit Kronenhummer,
bull amb seba (gesalzene Thunfischstücke mit Zwiebeln gekocht), borreta de
melva (Gericht aus gesalzenem Schattenfisch), Aal in einer Soße aus Knoblauch und
Paprikapulver, in Salz eingelegte Fische (getrockneter Thunfisch, Thunfischrogen, Bonito,
Schattenfisch, Makrele), coques de dacsa (fladenartiger Maiskuchen) und
peixets amb asgarrat (junger Seehecht und Meerbarbe in Öl ausgebacken mit
gebratenen Auberginen und Paprika). Um alle diese Gerichte und noch viele weitere zu
probieren, empfehlen wir Ihnen La Tasca Eulalia, Profis der regionalen Küche, das
Restaurant Tresmall, das Restaurant Costa Blanca, das Restaurant Mena, das sich auf
Gerichte mit Reis, Meerestieren und Fisch spezialisiert hat, und die Pizzeria Sorentos,
Meister der italienischen Küche.
Der Besucher wird zu den hiesigen Gerichten den Wein von Xaló trinken, durch den dieser
malerische Ort - und dies gilt auch für seine Wurstwaren - bekannt geworden ist.
Als Nachtisch gibt es - saisonbedingt - die Moscatel-Traube, Melone
dalger, Mandarinen oder Kaktusfeigen. Wenn Dénia einmal Ihre
Bewunderung errungen hat, werden Sie sich dieser Begeisterung nie mehr entziehen können.
Sie werden sich für das ganze Leben eng mit der Stadt verbunden fühlen.
Ein wichtiges gastronomisches Ereignis, das jährlich in Dénia stattfindet, ist der
Internationale Wettbewerb Concurso de Arroz Abanda. Dort treffen sich die
besten nationalen und internationalen Köche, um ihre Kochkunst bezüglich verschiedener
Mittelmeergerichte, wie z.B. des arroz a banda (Reisgericht mit Fisch), auf
die Probe zu stellen.
WEITERE
INFORMATIONEN ÜBER DÉNIA:
Rathaus. Tel. 96 578 01 00.
Touristeninformation.
Tel. 96 6422367 - 96 5720957. |