In einigen Städten und Dörfern finden die Hauptfeiern in den Monaten zwischen Sommer und Herbst statt.

Im kleinen Ort Zorita, welcher sich in der nördlichsten und bergigsten Gegend von Els Ports befindet, feiert man ein Fest, dessen Ursprünge bis in das XIV Jh. zurückgehen, als es bereits eine Wallfahrtskirche und das Sanktuarium der Virgen de Balma gab, zu dem die Menschen der Region pilgerten, um die Mutter Gottes zu verehren.
 
 

Diese Tradition zieht sich bis in die heutigen Tage fort. Es handelt sich um ein klares Beispiel der Mischung aus alten Traditionen und Marienkult. Weiterhin feiert Peñíscola die Patronatsfeste zu Ehren der Virgen de Ermita ab dem 7. September. Der interessanteste Aspekt dieser Feierlichkeiten sind die “Danses”, eine Tradition, die Musik und Tanz mit Spielen und religiösen Riten verbindet. Die “Danses” werden von dansants, llauradors, cavallets gebildet. Und nicht zu vergessen das farbenfrohe Spektakel der “Moros i Cristians”. Dabei handelt es sich um historische Darstellungen der Mauren und Christen, aber vorgeführt aus dem Blickwinkel des Volkes, welches im Lauf der Jahrhunderte verschiedene Anakronismen in die Erzählung eingefügt hat, beispielsweise die Mischung der Darstellung von Arabern, Türken und dem Krieg mit Frankreich.

Weiterhin sollte man noch die Patronatsfeierlickeiten von Onda im Oktober erwähnen, vor allem aufgrund der populären Fira d’Onda (Messe), welche in der gesamte Region wegen seiner Stiervorführungen berühmt ist. Überhaupt ist die Tradition der Stiere ein gemeinsames Element fast aller Gemeinden in Castellón, wobei es sich dabei vor allem um „Stiere in der Strasse“ handelt. Besonders erwähnenswert ist die berühmte “Entrada de Toros y Caballos” (Einzug von Stieren und Pferden) in Segorbe, dessen Ursprung auf das XVI. Jh. zurückgeht und welches die Eigenheit und Tradition seiner Ursprünge beibehält.

Dieses beeindruckende Fest sticht vor allem aufgrund seiner Spannung und des Risikos hervor, vor allem wenn die Herde der Stiere zusammengetrieben und von zehn geschickten und mutigen Reitern durch die Strasse Colón geführt wird. Diese Tradition wurde im Jahre 1985 zum Touristischen Interesse erklärt und findet in der zweiten Septemberwoche von Montag bis Sonntag statt. Um zwei Uhr nachmittags verwandelt sich die Hauptstadt vom Alto Palacia in Stierarena vor einer Menschenmenge, welche einen stereotypischen Schutzwall den ganzen Weg entlang bildet.

Der Besucher hat ohne Zweifel die Wahl. Derjenige, der nicht nur ein einfacher Zuschauer sein möchte, kann sich das ganze Jahr über in die bebende Festaktivität von Castellón stürzen. Aus diesem Grund schlagen wir einen anderen Rundgang vor, einen der die Provinz aus der Sicht seiner Feste und Traditionen zeigen möchte. Dies ist eine gute Art, die Geschichte, die Kultur und die faszinierende Mischung dieses tausendjährigen Landes kennenzulernen.

 
 
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